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„Das Priestergrab soll in Ehren gehalten werden. Priestergräber sind Ehrengräber.“ Getreu diesem Ausspruch Kardinal Michael Faulhabers hat sich der Historische Verein daran gemacht, das Kreuz des Priestergrabs auf dem Heidenfelder Dorffriedhof zu reinigen und zu verschönern. In den letzten 20 Jahren hat das Kreuz witterungsbedingt etwas gelitten, der Zahn der Zeit hat kräftig am Sandstein genagt.

Das Kreuz des Priestergrabs, das ursprünglich zugleich als Friedhofskreuz gestiftet wurde, ist ein historisches Denkmal und befindet sich im Eigentum der Gemeinde Röthlein. In Absprache mit dem Rathaus werden wir zusammen mit einem Restaurator diese notwendige Maßnahme koordinieren. In Heidenfeld stehen große Ereignisse im Jahr 2016 bevor: der Priestertag der Diözese Würzburg findet wieder bei uns statt und Bischof Friedhelm wird die Pfarrei im Rahmen seiner Visitation besuchen. Von daher ist es sinnvoll, einige Verschönerungsmaßnahmen durchzuführen. Die Heidenfelder Vereine haben sich zusammengeschlossen, so dass diese sinnvolle Maßnahme von allen Heidenfeldern gemeinsam getragen wird. Ein schönes Zeichen des Zusammenhalts!

Das Friedhofskreuz war von Pfarrer Bernhard Breunig (1766-1844), einem gebürtigen Volkacher,  für den neuen Heidenfelder Dorffriedhof gestiftet worden. Dr. Bernhard Breunig war neben seinem Kaplan und späteren Pfarrer von Röthlein, Pater Mauritius Krapf, nach der Säkularisation 1803 der letzte am Ort verbliebene Augustinerchorherr und zugleich erster Pfarrer der neu errichteten Pfarrei St. Laurentius Heidenfeld. Pfarrer Breunig verstarb im Alter von 77 Jahren am 08.04.1844. Am 30.11.1803 hatte Pfarrer Breunig den neuen Friedhof gesegnet und am 11.12.1803 fand bereits die erste Beerdigung auf dem neuen Heidenfelder Friedhof statt. Das Friedhofskreuz wurde im Jahr 1805 als Friedhofskreuz gestiftet und aufgerichtet. 1844 wurde Pfarrer Breunig vor dem Kreuz am 10.04.1844 als erster von insgesamt sieben Pfarrern auf dem neuen Friedhof feierlich beigesetzt. Im Heidenfelder Priestergrab haben u.a. auch Pfarrer Ludwig Amend, Pfarrer von Heidenfeld 1895-1920 (Erbauer der neuen Pfarrkirche), oder Pfarrer Georg Nickel, Pfarrer von Hirschfeld 1905-1920, Pfarrer von Heidenfeld 1920-1949 (Gründer und erster Vorstand des TSV Heidenfeld und der KAB Hirschfeld), ihre letzte Ruhe gefunden. Der letzte im Priestergrab bestattete Priester war Pfarrer Vinzenz Reus, ein äußerst beliebter Pfarrer, gebürtig vom Untermain, der nach nur einem Jahr seines Wirkens im Jahr 1965 plötzlich und unerwartet verstorben war.

Wir bedanken uns bei allen, die unser Vorhaben bisher so wohlwollend und positiv begleiten und unterstützen! Natürlich freuen wir uns auch über private Spenden! Eine erste ist bereits eingetroffen. Herzlichen Dank! Wer einen Beitrag leisten möchte, kann gerne mit dem Hinweis „Reinigung Friedhofskreuz“ auf unser Konto bei der VR-Bank Schweinfurt mit der IBAN  DE 87 7906 9010 0007 342 640 spenden. Wir freuen uns über jede Hilfe und erteilen auch gerne eine Spendenquittung! Dankeschön und Vergelt´s Gott! Sollte ein Restbetrag übrig bleiben, werden wir ihn für die Reinigung und Gestaltung des Bildstocks an der Einfahrt zur Siedlung „Heidwiesen“ verwenden. 

Das Bild zeigt den 1. Vorsitzenden der KAB Heidenfeld-Hirschfeld, Günter Webert, und Stefan Menz, den 1. Vorsitzenden des Historischen Vereins am Friedhofskreuz auf dem Heidenfelder Dorffriedhof. Die KAB Heidenfeld/Hirschfeld hat 200,00 € für die Verschönerung des Priestergrabs gespendet. Das war der Erlös aus dem Palmbuschenverkauf am Palmsonntag. 

Stefan Menz

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