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Neupriester Andreas Hartung zum Thema "NULL TOLERANZ-Haltung" – Zu Beginn des Gottesdienstes begrüßte Pfarrer Andreas Hanel den Neupriester Andreas Hartung aus Rechtenbach, der am 7. Juni 2014 zum Priester geweiht wurde.

In seiner Predigt schilderte Kaplan Hartung kurz den Lebenslauf von Liborius Wagner.

Die Zeit, in der Wagner lebte – das 17. Jahrhundert – war geprägt von den Wirren des 30-jährigen Krieges. Diese Zeit zeichnete sich dadurch aus, dass es keine religiöse Toleranz gab.

Im Jahr 1631 fiel die Armee des protestantischen, schwedischen Königs in unser heutiges Bistum – in Mainfranken - ein.

Wagner – ein katholischer Priester, der vorher vom protestantischen zum katholischen Glauben konvertiert war - wurde von den protestantischen Soldaten gefangen genommen. 

Zu welchen Taten befähigt uns die Liebe – Und wozu kann Hass einen Menschen treiben?“ 

Mit diesen Worten wirbt der Fernsehsender PRO 7, so Kaplan Hartung,  in diesem Jahr zum vierten Mal - für den Tolerance Day (den Tag der Toleranz).

In der erwähnten Null-Toleranz-Haltung der damaligen Zeit wurde Liborius Wagner vorgeworfen dem protestantischen Glauben abtrünnig geworden zu sein.

Mit Gewalt wollte man ihn zwingen seinen katholischen Glauben aufzugeben.
Aber er weigerte sich mit den bekannten Worten: „Ich lebe, leide und sterbe päpstlich katholisch.“ Schließlich starb er nach fünf Tagen Folter.

Kaplan Hartung erinnerte daran, dass es in der heutigen Zeit auch oft eine Null-Toleranz-Haltung gibt. Dies machte er an unserem Verhalten gegenüber Flüchtlingen fest, die oft keine Unterkunft finden und nicht geduldet werden.

Der selige Liborius Wagner könnte eigentlich der Schutzheilige des „Tolerance Days“ werden, so Kaplan Hartung.

Wagner hat die Toleranz so gelebt, dass er Unterschiede ernst genommen hat. Aber er hat auch Verständnis für DAS Andere und DIE Anderen gezeigt. Damals in seiner Zeit – auf seine Weise. Heute sind wir gefordert Toleranz zu zeigen – und Unterschiede zu respektieren.

Das Martyrium von Liborius Wagner mahnt uns zu diesem versöhnten Miteinander!

 Im Anschluss an den Gottesdienst spendete Kaplan Andreas Hartung den Primizsegen.



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