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Schwester Maria Gerfrieda Dietz gestorben – In den frühen Abendstunden des 23. Dezember erreichte uns die Nachricht aus dem Kloster Maria Hilf, dass Schwester Gerfrieda im Alter von 78 Jahren gestorben ist. Zwölf Jahre lang, von 2003 bis zum Sommer 2015 leitete sie den Konvent im Altbau des Klosters.

In den frühen Abendstunden des 23. Dezember erreichte uns die Nachricht aus dem Kloster Maria Hilf, dass Schwester Gerfrieda im Alter von 78 Jahren gestorben ist. Zwölf Jahre lang, von 2003 bis zum Sommer 2015 leitete sie den Konvent im Altbau des Klosters.

2003 war ein bedeutendes Jahr für Heidenfeld: Schwester Gerfrieda wurde neue Oberin des Klosters, Pfarrer Norbert Clausen konnte als neuer Pfarrer der neu zu bildenden Pfarreiengemeinschaft mit Sitz in Heidenfeld eingeführt werden und die Diakonenweihe des ehemaligen Klosterministranten Stefan Menz war ein Fest der Berufung für Dorf und Pfarrei. Schwester Gerfrieda hat als neu ernannte Kommunitätsleiterin gleich mit Beginn ihres Amtes tatkräftig angepackt und die Klostertore weit geöffnet. Damit hat sie Dorf, Pfarrei und Kloster einander näher gebracht und die unterschiedlichen Lebensformen miteinander vertraut und bekannt gemacht.

Unter Ihrer Leitung fanden nach und nach immer mehr kulturelle Veranstaltungen im Kloster statt, so wurde das Adventskonzert in der Klosterkirche zur festen Institution. Als Mitglied im Pfarrgemeinderat hat Schwester Gerfrieda 12 Jahre lang die Anliegen der Erlöserschwestern in die Gremien der Pfarrei eingebracht. Kaum ein Pfarrfest oder eine kirchliche Veranstaltung findet statt, bei der nicht die Klosterschwestern selbstverständlich dabei sind. Als Mitglied der Klosterfeuerwehr gehörte sie zu den Schwestern, die auch im Notfall bereit waren, ihre Frau zu stehen.

Dank Schwester Gerfrieda konnte der Historische Verein Heidenfeld nicht nur seine Gründungsversammlung mit über 130 Besuchern im Festsaal des Klosters abhalten, sondern auch weitere herausragende Veranstaltungen mit prominenten Gästen wie Generalvikar Karl Hillenbrand oder Bischof Paul-Werner Scheele durchführen. Die Türen standen dem Historischen Verein immer offen. Die Klosterführungen wurden schon bald nach seiner Gründung zur festen Aufgabe des Historischen Vereins. Schwester Gerfrieda war froh, dass sie die vielen Anfragen an den Vereinsvorstand weiterleiten durfte.

Schwester Gerfrieda konnte sehr spontan und engagiert auf verschiedenste Anfragen und Anforderungen reagieren. Stets hatte sie pragmatische Lösungen parat. Viele ihrer Mitschwestern wussten das zu schätzen und bezeichnen gerade diese Eigenschaften als „frischen Wind“, den Schwester Gerfrieda als Oberin in den Konvent einbrachte.

Nicht  unerwähnt bleiben darf, dass Schwester Gerfrieda zuerst und vor allem eine fromme und sehr gläubige Schwester war. Der Verfasser dieser Zeilen hat sie während ihrer letzten Lebensmonate noch oft besuchen können und immer wieder erleben dürfen, wie sehr Schwester Gerfrieda in ihrem tiefen starken Glauben Kraft und Gelassenheit für ihre letzte Wegstrecke gefunden hat. Allzu besorgten Nachfragen nach ihrer Gesundheit oder nach ihrem Befinden konnte sie – obwohl vom Tod schon gezeichnet – humorvolle Antworten entgegen setzen. Ihre Verabschiedung war sehr oft: „Ja, wir sehen uns wieder, entweder hier oder oben!“ und deutete dabei mit ihrem Zeigefinger in Richtung Himmel. Beeindruckend ist auch, wie sie sich noch bis kurz vor dem Ende ihres Lebens um ihre Mitschwestern sorgte und kümmerte. Sie war hellwach und bei klarem Verstand bis in ihre letzten Lebensstunden.

Der 23. Dezember wurde ihr Heiliger Abend – der heiligste Abend ihres Lebens. Es war ihr Geburtstag für den Himmel. Die O-Antiphon des 23. Dezember in der Vesper zum Magnificat lautet: „O Emmanuel, unser König und Gesetzgeber, Du Erwartung und Heiland der Völker. Komm, uns zu erlösen, Herr, unser Gott.“ Unser Erlöser hat sie erhört.

 So möchte ihr Tod kurz vor Weihnachten, dem Hochfest der Menschwerdung Gottes, uns zeigen: Geburt und Tod gehören nicht nur im natürlichen Leben, sondern auch im übernatürlichen Leben der Gnade untrennbar zusammen. Krippe und Kreuz sind aus demselben Holz geschnitzt. Als Schwester des Erlösers darf sie nun bei ihm sein, dem sie ihr Leben geweiht hat und dem sie bis in den Tod gefolgt ist.

Schwester Gerfrieda – Heidenfeld sagt Dir Danke und Vergelt´s Gott für alles!

Ruhe in Frieden! Wir sehen uns. 

 

„Sterben ist kein ewiges Getrenntwerden.

Es gibt ein Wiedersehen an einem helleren Tage.“

Michael Kardinal von Faulhaber (1869-1952)

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