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„Es klappert die Mühle am rauschenden Bach…“ – Ein vollbesetzter Bus machte sich vergangenen Samstag auf den Weg in den Aischgrund. Auslöser war der Abriss der Heidenfelder Klostermühle im Herbst 2013. Damals war das Ehepaar Bruckmann aus Lonnerstadt zusammen mit dem Historischen Verein Heidenfeld mit den Erlöserschwestern in Kontakt getreten, um die wichtigsten Geräte und Maschinen aus der Klostermühle zu retten.

Bei dieser Gelegenheit entstand im Vorstand des Historischen Vereins die Idee, die Kunstmühle von Ehepaar Bruckmann im mittelfränkischen Markt Lonnerstadt (Landkreis Erlangen-Höchstadt) einmal zu besuchen und den wunderschönen Marktflecken zu besichtigen.

Der erste Halt unseres Ausflugs war aber bereits in Fabrikschleichach, wo die wohl älteste Kiliansdarstellung in der Diözese Würzburg in der dortigen Pfarrkirche St. Kilian, Kolonat und Totnan besucht wurde. Ebenso besichtigten wir die ehemalige Siedlung der Glashüttenarbeiter Balthasar Neumanns sowie (von außen) die Lokalkaplanei, wo der Heidenfelder Michael Faulhaber als junger Kaplan 1898 für drei Monate tätig war. Nach einem kurzen Aufenthalt in Ebrach ging die Fahrt weiter in den Aischgrund.

Von Frau Regina Bruckmann, zugleich 2. Bürgermeisterin von Lonnerstadt und erste Vorsitzende des dortigen Heimatvereins, wurden die Besucher aus Heidenfeld, Hirschfeld und Röthlein nach einem Willkommenskaffee durch die Kunstmühle Lonnerstadt geführt, die bereits 1440 im Salbuch des Klosters Frauenaurach zum ersten Mal urkundlich erwähnt wurde. Mit Bürgermeister Albrecht Hofmann, seines Zeichens Müllermeister, hatten wir einen fachkundigen Begleiter mit im Boot, der das jahrtausendalte Handwerk des Mehlmahlens verständlich und anschaulich erklären konnte.

 

Lonnerstadt selbst konnte 2010 sein 1100jähriges Bestehen feiern. Bei Lonnerstadt mündet das Tal der kleinen Weisach in die Aisch. Übrigens verblieb nach der Gründung des Erzbistums Bamberg (1007) Lonnerstadt beim Bistum Würzburg und gehörte damals zum sogenannten Radenzgau. Eine Steinbrücke über die Aisch wurde erst 1765 errichtet. 1939 hatte die Gemeinde Lonnerstadt 783 Einwohner, 1950 waren es 1164 Einwohner (darunter 421 Heimatvertriebene), im Jahr 2010 zählte man 1956 Einwohner.

Einen weiteren exklusiven Höhepunkt erfuhr der Ausflug in der Felsenkellerführung durch die Felsenkellerfreunde Lonnerstadt. Mehr als 22 Felsenkeller haben sich in Lonnerstadt bis auf den heutigen Tag erhalten. Früher erfüllten Sie den Zweck der Bierkühlung, da bis vor einigen Jahrzehnten noch nahezu jeder Bauernhof ein Altbraurecht besaß und somit selber Bier brauen durfte. Als krönender Abschluss erwies sich dann auch die fränkische Brotzeit mit selbstgebrautem Kellerbier. Das erste Fass durfte natürlich nach einem alten Brauch und Privileg unser erster Bürgermeister Albrecht Hofmann anstechen, was er mit nur einem Schlag bravourös meisterte. Beim geselligen Beisammensein unter alten Kastanienbäumen und allen Strophen des Frankenlieds ist der beeindruckende Ausflug wunderschön ausgeklungen.

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