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Seit über einem halben Jahrhundert, seit Ende des Zweiten Weltkriegs, galt sie als verschollen, nun ist sie wieder nach Heidenfeld zurück gekehrt: Die Standarte des Heidenfelder Radfahrer-Vereins „Torpedo“. Die beiden Vorsitzenden des Historischen Vereins Heidenfeld, Stefan Menz und Martin Weth, sind durch halb Deutschland gereist und nahmen das wertvolle Stück persönlich in Viersen/Nordrhein-Westfalen in Empfang.

Wie war es zu dieser sensationellen Rückkehr dieses wertvollen zeitgeschichtlichen Sammlerstücks gekommen? Über unbekannte Wege ist die Standarte wohl nach dem Zweiten Weltkrieg zu einem Antiquitätenhändler nach Schweinfurt-Oberndorf gelangt. Der Antiquitätenhändler selbst hatte für die Standarte keinen Käufer gefunden und so drohte ihr die endgültige Vernichtung. Wäre da vor ca. 40 Jahren nicht zufällig Frau Schroers, die Vermieterin des Antiquitätenhändlers, nach Oberndorf gekommen, die mit ihrem Mann in Viersen/Westfalen, ein Geschäft für Sachs-Ersatzteile und Motorräder eröffnet hatte. Frau Schroers aus Viersen, ist eine geborene Müller aus Oberndorf. Als die beiden die Standarte erblickten dachten sie, dass eine Radfahrer-Standarte doch gut zu Fichtel&Sachs-Ersatzteilen passe. Kurz entschlossen nahmen sie die Standarte mit ins Rheinland und hängten sie in den Verkaufsraum ihres Ladens. Als sie nun nach 40 Jahren ihr Geschäft geschlossen hatten, überlegten das Ehepaar Schroers in Viersen, was sie nun mit der alten Standarte aus Heidenfeld anstellen sollten, sogar vom „Entsorgen“ war die Rede. Sie riefen sicherheitshalber noch einmal in Schweinfurt bei Andre Stock an. Ein Glück für den Historischen Verein Heidenfeld: Herr Stock stammt aus Hirschfeld und ist Geschäftsführer der Firma Stempel Müller, die aus der Buchdruckerei Müller in Oberndorf hervorgegangen ist. Andre Stock verständigte umgehend Stefan Menz vom Historischen Verein Heidenfeld, dass im Rheinland die ehemalige Standarte des Heidenfelder Radfahrer-Vereins zur Abholung bereit stünde. Da ließen sich die beiden Vereinsvorstände nicht zweimal bitten. Nach zwei Telefonaten mit Frau Schroers war alles klar gemacht: Martin Weth und Stefan Menz machten sich auf nach Viersen. Dort wurden sie überaus herzlich vom Ehepaar Schroers begrüßt und empfangen. Voller Stolz und Freude nahmen die beiden Heidenfelder die alte Standarte des untergegangenen Heidenfelder Radfahrer-Vereins dankbar entgegen. Ein weiteres Prunkstück für ihre heimatkundliche Sammlung im Archiv des Historischen Vereins. Noch am selben Tag wurde die Standarte nach Heidenfeld zurück gebracht und wartet nun auf ihre fachgerechte Sanierung. 

Info zum Radfahrer-Verein „Torpedo“ Heidenfeld: Ursprünglich gab es in Heidenfeld seit 1899 einen Velozipedklub namens „Bavaria“. Das Veloziped war ein Hochrad, auf dem man nur recht beschwerlich auf- und absteigen konnte. Aus dem Velozipedklub entstand nach dem Ersten Weltkrieg um 1922/1923 der Radfahrer-Verein „Torpedo“. Dieser Verein scheint noch vor dem Zweiten Weltkrieg aufgelöst worden zu sein. Auch in den Nachbarorten Hirschfeld und Röthlein gab es Radfahrer-Vereine, wie es die Wimpel an der Heidenfelder Standarte noch heute bezeugen. 

 

Stefan Menz

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